Die Drachenschlucht bei Eisenach

Schon lange geplant und in diesem Urlaub habe ich es nun endlich geschafft. DSC_0809

Als Einstieg in die Wanderung habe ich mir die „Hohe Sonne“ gewählt. Hier kann man bequem sein Auto parken, schon mal einen Blick auf die Wartburg werfen, und los geht es. Die Drachenschlucht ist eines der bedeutendsten Geotope Thüringens. Der Sage nach soll hier der Ritter Georg mit einem Drachen gekämpft haben. Naja, ich habe weder einen Ritter noch einen Drachen gesehen. Und da ich recht früh unterwegs war, bin ich auch nicht sehr vielen Wanderern begegnet. Die Drachenschlucht ist ca. 3 Kilometer lang und beeindruckt mit wildromantischen Wasserläufen und Felsen. Das Tal verengt sich in seinem Verlauf bis zur  etwa 200 Meter langen Klamm, die an ihrer engsten Stelle gerade noch 70 cm breit ist. Gesäumt wird sie von mehr als 10 Meter hohen, senkrecht aufragenden Felsen. Unter den Holzbohlen der Klamm läuft plätschernd der Marienbach, der dem Gestein folgt und deshalb ständig seine Richtung ändert. Im Winter und Frühjahr kann dieser Weg nicht begangen werden, da die Eisblöcke an den steilen Felswänden die Klamm verschließen.

In der Drachenschlucht     In der Drachenschlucht

Am Ende der Schlucht ging es vorbei an den Knöpfelsteichen zur Sängerwiese. DSC_0829

Der Name soll von dem Felsen Sängerstein kommen. Dieser wiederum erhielt seinen Namen am 24. August 1847 im Rahmen des 5. Thüringer Liederfestes. Hier handeltes es sich um ein Chortreffen, zu dem hunderte Sänger in die Wartburgstadt kamen. Zu den berühmten Besuchern des Festes gehörte unter anderem der Heimatdichter Ludwig Bechstein, der zahlreiche Thüringer Sagen und Märchen niederschrieb. Von hier aus ist es auch nicht mehr weit zur Wartburg. Die Besichtigung habe ich mir dieses Mal gespart  denn ich musste ja noch zurück zum Ausgangspunkt.                Wartburg

Auf dem Rückweg wartete auch noch ein besonderes Highlight. Es ging ungefähr zwei Kilometer einen sehr schmalen Waldpfad entlang. Am Ende des Weges befindet sich die Elfengrotte. Das ist ein ca. 11 Meter hoher Felsen mit Grottenbildung und einem kleinen Wasserrinnsal, das den Felsen herunterläuft. Die Elfengrotte gilt als geologisches Naturdenkmal und gehört zur Schichtstufenlandschaft des Oberrotliegenden. Elfengrotte   DSC_0842

Von hier ging es dann erst einmal recht steil bergauf, dann irgendwo quer durch den Wald, weil ich mal wieder den Weg vor lauter Bäumen nicht gesehen habe. So sind halt noch ein paar extra Kilometer dazugekommen, bevor ich dann auch endlich am Steinkreuz „Wilde Sau“ angekommen bin. Der Stein ist für einen rätselhaft Jagdunfall gesetzt worden und ist eines der schönsten Sühnekreuze Thüringens.                     Wilde Sau

Von hier geht es auf dem Rennsteig entlang zurück zur Hohen Sonne. Dort befindet sich ein Imbis, der mir nach der Wanderung gerade recht kam. Frisch gestärkt ging es dann zurück zum Auto. Insgesamt war es eine wunderschöne Rundwanderung, die Lust auf mehr macht.

 

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5 Antworten zu Die Drachenschlucht bei Eisenach

  1. Oh je, nun habe ich Sehnsucht diese Region wieder einmal aufzusuchen.
    Es wird Zeit für mich in Rente zu gehen, damit mein Radius und Frequenz sich erhöhen können 😉

    Einen lieben Gruß aus dem Rheinland
    Elke

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    • Elke schreibt:

      Ja, es gibt schon ein paar schöne Ecken hier, die es wert sind, entdeckt zu werden. Leider habe auch ich immer das Gefühl, viel zu wenig Zeit zu haben, um all die Ziele zu erwandern. Einen lieben Gruß ins Rheinland, dass auch noch auf meiner Wanderwunschliste steht. 🙆

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  2. peter bachstein schreibt:

    ist lange her, dass ich dort gewesen bin – gut zwanzig jahre. schöne tour…

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  3. Elke schreibt:

    Stimmt, die Drachenschlucht ist schon was Besonderes. Und für alle, die sie schon kennen, gibt es ganz in der Nähe die Landgrafenschlucht. 😉

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